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Herausforderung Erziehung - ...

Verhalten steuern oder Werte vermitteln? Ich gebe es offen und ehrlich zu: Manchmal ist mir als Vater das wichtigste «erzieherische Ziel», meine Ruhe zu haben – besonders während meines «heiligen» Mittagsschlafs, wenn ...

... wenn ich gerade so schön am Dösen bin und der lautstarke Streit meiner Kinder akustisch immer «näher» kommt und zu meinem Bewusstsein durchdringt. In solchen Situationen ist es schon vorgekommen, dass ich wie eine Furie aus dem Schlafzimmer stürmte, um den Streit sofort mit all meiner «väterlichen Autorität» zu unterbinden und meine Kinder in ihre Schranken zu weisen. Endlich ist wieder Ruhe eingekehrt. Ah, tut das gut! Zufrieden habe ich meinen zweiten «Siestaversuch» gestartet. Aber irgendwie kam ich innerlich nicht mehr zur Ruhe.

Mich beschäftigte die Frage: Was haben meine Kinder soeben von mir gelernt? Der Stärkere gewinnt (in diesem Fall der Papa)? Oder vielleicht: Streiten ist schlecht, weil es andere stört; lösen kann man Konflikte sowieso nicht? Im besten Fall habe ich mich durchgesetzt und ihr Verhalten verändert. Ist es mir aber gelungen, ihnen etwas von dem mitzugeben, was ihnen auf ihrer zukünftigen Lebenswanderung weiterhilft? Wahrscheinlich nicht.

Das oberste Ziel wahrer Erziehung?

Zukunfts- und wachstumsorientierte Erziehung hat nicht nur das Verhalten unserer Kinder im Auge.

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CHRISTIAN FREI, Aarwangen CH, Erwachsenenbildner und Lebensberater, M.A.

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Nebeneinander. Miteinander. Füreinander.

Mein Mann und ich waren gerade unterwegs. In der ganzen Umgebung hatte es fürchterlich geregnet und Hagel prasselte nieder.

Wenig später klingelte das Handy. Unsere Tochter rief an und informierte uns aufgeregt, dass unser Keller überflutet sei.

Zu Hause angekommen stand der gesamte Keller bereits 15 cm unter Wasser. Schnell haben wir mitbekommen, dass es allen Nachbarn genauso ging. Die ganze Strasse, alle Keller, waren überflutet. Innerhalb weniger Minuten gingen alle aufeinander zu. Aus dem «Sie» wurde schnell ein «Du». Pumpgeräte wurden ausgetauscht, Besen und Schrubber in die Hand genommen und ein Keller nach dem anderen ausgepumpt. Trocknungsgeräte wurden weitergegeben. Jeder war für jeden da.
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Vergebungsforschung beweist: Vergebung ist lernbar

In den letzten Jahren wurde das Wesen und die Wirkung von Vergebung zunehmend wissenschaftlich erforscht. Unter anderem stellt sich auch die Frage, ob Gruppeninterventionen (z.B. Seminare) um Vergebung zu lernen und anzuwenden hilfreich sind. Von verschiedenen Teams sind bisher eine Reihe von Studien publiziert worden. Dabei konnte ein positiver Effekt von Vergebungsprogrammen nachgewiesen werden, sowohl für alte und junge Menschen, für Männer und Frauen, für Katholiken und Protestanten, sowohl bei Suchterkrankungen, bei körperlichen Problemen wie Herzerkrankungen und auch bei Beziehungsproblemen.
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Nein sagen ohne Schuldgefühle

Nein sagen ist so eine Sache. Eigentlich sollte es ganz einfach sein, Nein zu sagen. Jedes Kind im Trotzalter beherrscht ja diese Kunst perfekt. Und doch, wer kennt es nicht, das Ja, das rausrutscht, obwohl man doch Nein gemeint hat. Ein Freund bittet um Hilfe und ohne Zögern sagen Sie Ja. Freunde sind doch dazu da, einander zu helfen. Anschliessend sitzen Sie da und ärgern sich über sich selbst, weil Sie wieder einmal nachgegeben haben.
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Über das Glück

Glück. Die Glücksforschung boomt. Psychologie, Neurologie und Genetik, Soziologie und Ökonomie: Kaum eine akademische Disziplin, in der nicht jemand versucht, die uralte Frage zu beantworten, was Menschen glücklich macht – und ob sie selbst etwas dafür tun können. Aristoteles definierte Glück mit „eudaimonia“ – das gelungene, erfüllte Leben.
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