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Tut Religion der Psyche gut?

Die religiösen und spirituellen Einflüsse auf die Gesundheit sind in der wissenschaftlich- psychiatrischen Forschung der letzten 150 Jahre stark vernachlässigt worden.

Im späten 19. Jahrhundert haben Jean Charcot und Sigmund Freud begonnen, Religion mit Hysterie und Neurose (psychische Störung) zu assoziieren. Religion war für diese Autoren kein Heilmittel, sondern schlichtweg Krankheit. 1969 schrieb der US-Psychiater Victor D. Sanua: «Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die darauf hinweisen, dass Religion der psychischen Gesundheit dient.» Das ist auch der Wissensstand einiger Kollegen, die sich seither auf diesem Gebiet nicht mehr weiterentwickelt haben.

Suche nach Fakten

D. B. Larson und seine Mitarbeiter begannen in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts, diese Meinung wissenschaftlich zu hinterfragen. Aus ihren Analysen zeigte sich, dass nur 2.5 % der psychiatrischen Studien den Faktor Religiosität bzw. Spiritualität berücksichtigen. Im Gegensatz zu Sanuas Behauptung beschreiben sie aber, dass 72 % der bisher gemachten Studien eine positive Beziehung zwischen Religiosität und psychischer Gesundheit erhoben haben.

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RAPHAEL M. BONELLI, Prof. Dr. med. Dr. sci., Psychiater und systemischer Psychotherapeut, Wien, A

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Tabakindustrie beeinflusst Gesundheitspolitik

Die Einmischung der Tabakindustrie in die Gesundheitspolitik stoppen. Seit 2005 ist die internationale Tabakkonvention der Weltgesundheitsorganisation WHO in Kraft. Je mehr Länder die Übereinkunft ratifizieren, desto aggressiver versucht die Tabakindustrie, die Umsetzung der Konvention zu untergraben. Die Tabakkonzerne bekämpfen vor allem diejenigen Massnahmen der WHO-Tabakkonvention, die einen Rückgang der Verkäufe von Tabakwaren bewirken: ein Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring, gut sichtbare Warnhinweise auf den Packungen und ein hundertprozentiger Schutz vor Passivrauchen. Diese Einmischung der Tabakkonzerne in die Gesundheitspolitik hat die Weltgesundheitsorganisation zum Thema des Welttags ohne Tabak 2012 gemacht.
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Alkohol und Brusterkrankungen junger Frauen

Brusterkrankungen gehen oft einem Mammakarzinom voraus, für das Alkoholkonsum ein bekannter Risikofaktor ist. Mit einer Analyse von Daten aus der US-amerikanischen „Growing Up Today Study“ haben Forscher aus Boston die Beziehung zwischen Alkoholkonsum in der Adoleszenz und dem Auftreten von bioptisch gesicherten gutartigen Brustveränderungen bei jungen Frauen untersucht.
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Zu der Beziehung zwischen abendlichem Alkholkonsum und Schlafqualität gibt es zahlreiche Untersuchungen. Gut belegt ist, dass Alkohol zwar das Einschlafen verbessern kann, aber den normalen Schlafrhythmus beeinträchtigt. Ein „Schlummertrunk“ führt in der zweiten Nachthälfte zu Unruhe mit flachem Schlaf und vermehrten Weckreaktionen. 
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Zehntausende Kinder mit alkoholabhängigen Eltern

In der Schweiz wachsen mehrere zehntausend Kinder mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf, wie Sucht Info Schweiz in einer Medienmitteilung schreibt. Die Kinder seien mit ihren Sorgen oft alleine und das Leiden begleite sie häufig ihr Leben lang. „Boby“, der kleinen Hund aus dem gleichnamigen Bilderbuch zur Sensibilisierung von Eltern und Kindern für die Thematik, wird seit dem 21. November in allen Poststellen in Form eines Schlüsselanhänger gratis abgegeben. „Boby“ soll den betroffenen Kindern eine Stimme geben und ihre Eltern für die Problematik sensibilisieren.
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Jugendliche Raucher leben 10 bis 20 Jahre kürzer

Wer bereits im Alter von 14 oder 15 Jahren mit dem Rauchen anfängt, lebt durchschnittlich 10 bis 20 Jahre weniger lang. Das Gehirn ist anfälliger Jugendliche für bleibende Gehirnveränderungen. Deshalb werden die Betroffenen umso stärker nikotinabhängig früher mit dem Rauchen begonnen wird.  Je früher begonnen wird und je mehr Zigaretten geraucht werden, umso eher im Leben entwickelt sich eine Entzündungsreaktion in der Lunge, was zu bleibenden Schädigungen (chronischen Lungenerkrankungen) führt.
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