Zum Hauptmenü springen

Australische Studie: Koffein als Gesundheitsrisiko

Wahroonga, NSW/Australien, 03.01.2018/APD - Koffein stelle neben rotem Fleisch und Stress einen Schlüsselfaktor dar, der sich negativ auf die Gesundheit auswirke.

Dies sei das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts (Australasian Research Institute, ARI) am Sydney Adventist Hospital, so die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record.


In den letzten drei Jahren habe das Australasian Research Institute ARI die
Auswirkungen des Lebensstils auf die Gesundheit untersucht. Ergebnisse früherer Studien, die zeigen, dass Stress, Schlaf, rotes Fleisch und Körperfett wichtige Auslöser für einen Anstieg von oxidativem Stress sind, konnten bestätigt werden. Die Forscher überraschte allerdings die Entdeckung, dass koffeinhaltige Getränke ebenfalls signifikant mit oxidativem Stress im Körper verbunden sind. Oxidativer Stress korreliere
mit vorzeitiger Alterung und der Entwicklung von Lebensstil-Krankheiten wie Herzkrankheiten und bestimmten Formen von Demenz, einschliesslich Alzheimer, so Adventist Record.

Kein Alles-oder-Nichts-Effekt
Dr. Ross Grant, Geschäftsführer des ARI, berichtete, dass bereits bei einer Tasse Kaffee pro Tag Auswirkungen bei den Forschungsteilnehmern sichtbar geworden seien. „Wir haben nicht einfach einen Alles-oder-Nichts-Effekt feststellen können“, so Grant. Der Effekt sei vielmehr graduell. Grant verstehe die sozialen Vorteile der heutigen Kaffeekultur, fordere aber dennoch dazu auf, die Getränkewahl zu überdenken. Populäre Nachrichten, dass Koffein einen positiven Effekt auf die Gesundheit habe, halte Grant für ein Verkaufsargument.

Die Argumente für den Nutzen von Koffein würden die Auswirkungen dessen verharmlosen, was Koffein tatsächlich auf biochemischer Ebene bewirken könne. „Wir wissen seit einiger Zeit, dass Koffein mit Herzkrankheiten in Verbindung steht, es reduziert die Qualität des Schlafes und erhöht Angst und Depression“, teilte Grant mit. Der subjektive Wohlfühlfaktor beim Koffeingenuss würde teuer bezahlt.
Studie in medizinischer Fachzeitschrift veröffentlicht
Die Studie „Significant Relationships Between a Simple Marker of Redox Balance and Lifestyle Behaviours; Relevance to the Framingham Risk Score” wurde seitens der medizinischen Fachzeitschrift Public Library of Science (PLOS one) zur Veröffentlichung angenommen. Die Studie untersucht sowohl die physiologischen als auch die biochemischen Veränderungen im Körper, die durch unterschiedliches Verhalten im Lebensstil hervorgerufen werden. Sie kann hier eingesehen werden:
https://doi.org/10.1371/journal.pone.0187713

Nachrichtenagentur APD Schweiz, Postfach, CH-4020 Basel, Schweiz

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Fachkongress zu pflanzenbasierter Ernährung

23.04.2018/APD - Vom 20. bis 22. April fand in Berlin im Henry-Ford- Bau der Freien Universität der fünfte „VegMed-Kongress“ statt. „Pflanzenbasierte Ernährung als Medizin – Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen“ lautete das diesjährige Motto.

mehr lesen

Lebenselixier Wasser

Unser Blauer Planet – aus den Weiten des Alls betrachtet – zeichnet farblich eine wesentliche Grundlage des Lebens ab: Wasser – H2O! Die medizinische Bedeutung dieses einzigartigen Gutes soll im Folgenden beleuchtet werden.
mehr lesen

Schweizer Bevölkerung für generelles Tabakwerbever

Medienmitteilung von Sucht Schweiz - 5. Dezember 2016: Über zwei Drittel der Bevölkerung befürwortet ein generelles Tabakwerbeverbot mit Ausnahme der Verkaufsstellen. Aber selbst ein lückenloses Werbeverbot wird von einer guten Mehrheit unterstützt.

mehr lesen

Gesund und fair essen

In einer Sendung von Radio Life Channel diskutieren Hanspeter Schmutz, Peter Weidmann und Dr. med. Ruedi Brodbeck diese wichtige Thematik.
mehr lesen

Schlafapnoesyndrom – Abnehmen ist wirksamer als Atemmaske

Wenn es gelingt, ordentlich Gewicht zu verlieren, werden Apnoe- und Hypopnoe-Episoden während des Schlafs deutlich seltener. Das belegt eine schwedische Studie mit adipösen Männern, die im Schnitt knapp 20kg abgespeckt hatten.
mehr lesen