Zum Hauptmenü springen

Einmal gebildete Fortsätze an den Nervenzellen bleiben

Um zu lernen, also um neue Informationen verarbeiten zu können, gehen Nervenzellen neue Verbindungen miteinander ein.

Steht eine Information an, für die es noch keinen Verarbeitungsweg gibt, wachsen von der entsprechenden Nervenzelle feine Fortsätze auf ihre Nachbarzellen zu, eine Synapse bildet sich und der Austausch von Informationen zwischen den Zellen ist möglich – die neue Information wird gelernt. Löst sich der Kontakt wieder auf, wird das Gelernte vergessen. Was passiert jedoch, wenn das Gehirn etwas lernt, es wieder vergisst und später noch einmal lernen muss? Die Erfahrung zeigt, dass „Wiederlernen“ meist leichter als ein „Neulernen“ fällt.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurologie konnte nun zeigen, dass viele der bei einem Lernvorgang gewachsenen Zellkontakte wohl nur inaktiviert, aber nicht abgebraucht werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Reaktivierung dieser „Kontakte auf Vorrat“ ermöglicht es uns das schnellere Wiederlernen vergessener Gedächtnisinhalte.

Quelle: Hofer SB et al. (2008) Experience leaves a lasting structural trace in cortical circuits. Nature, 12.10.2008, in Psychiatrie & Neurologie 4.2008

Bild: http://www.bluesci.org

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Macht «Glauben» gesund? Eine Standortbestimmung

Im Sprechzimmer …Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Arzt – vielleicht bei einer Vorsorgeuntersuchung, vielleicht auch im Krankheitsfall – Sie unvermittelt fragen würde, wo Sie Hoffnung schöpfen, Kraft, Trost und inneren Frieden finden können?

mehr lesen

Gehirn schrumpft durch Übergewicht

Das Gehirn von Menschen mit Übergewicht scheint mit zunehmendem Alter schneller zu schrumpfen. Das fanden amerikanische Wissenschaftler heraus.
mehr lesen

Australische Studie: Koffein als Gesundheitsrisiko

Wahroonga, NSW/Australien, 03.01.2018/APD - Koffein stelle neben rotem Fleisch und Stress einen Schlüsselfaktor dar, der sich negativ auf die Gesundheit auswirke.

mehr lesen

Lebenskunst Ruhe – den gesunden Rhythmus finden

Schneller, schneller, 
immer mehr ...

Unser Leben wird immer hektischer. Sowohl während der Arbeit als auch in der Freizeit steigen Erwartungen und Ansprüche. Es wird immer mehr in immer kürzerer Zeit verlangt. Der Stresspegel steigt, und viele spüren, dass ihnen Stress schadet. Stressbedingte Erkrankungen sind an der Tagesordnung.
mehr lesen

Panikstörung durch zu viel Blei im Blut

MONTREAL - Höhere Bleiwerte im Blut - auch wenn sie noch im Normbereich liegen - begünstigen anscheinend Depressionen und Panikstörungen bei jungen Erwachsenen.
mehr lesen