Zum Hauptmenü springen

Einmal gebildete Fortsätze an den Nervenzellen bleiben

Um zu lernen, also um neue Informationen verarbeiten zu können, gehen Nervenzellen neue Verbindungen miteinander ein.

Steht eine Information an, für die es noch keinen Verarbeitungsweg gibt, wachsen von der entsprechenden Nervenzelle feine Fortsätze auf ihre Nachbarzellen zu, eine Synapse bildet sich und der Austausch von Informationen zwischen den Zellen ist möglich – die neue Information wird gelernt. Löst sich der Kontakt wieder auf, wird das Gelernte vergessen. Was passiert jedoch, wenn das Gehirn etwas lernt, es wieder vergisst und später noch einmal lernen muss? Die Erfahrung zeigt, dass „Wiederlernen“ meist leichter als ein „Neulernen“ fällt.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurologie konnte nun zeigen, dass viele der bei einem Lernvorgang gewachsenen Zellkontakte wohl nur inaktiviert, aber nicht abgebraucht werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Die Reaktivierung dieser „Kontakte auf Vorrat“ ermöglicht es uns das schnellere Wiederlernen vergessener Gedächtnisinhalte.

Quelle: Hofer SB et al. (2008) Experience leaves a lasting structural trace in cortical circuits. Nature, 12.10.2008, in Psychiatrie & Neurologie 4.2008

Bild: http://www.bluesci.org

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Von Schlaf und regelmäßiger Erholung

Schlaf- und Ruhemangel Von der Schlafforschung wissen wir, dass einem erschöpften Verstand mit größerer Wahrscheinlichkeit schwere Fehler unterlaufen.

mehr lesen

Lebenskunst Ruhe – den gesunden Rhythmus finden

Schneller, schneller, 
immer mehr ...

Unser Leben wird immer hektischer. Sowohl während der Arbeit als auch in der Freizeit steigen Erwartungen und Ansprüche. Es wird immer mehr in immer kürzerer Zeit verlangt. Der Stresspegel steigt, und viele spüren, dass ihnen Stress schadet. Stressbedingte Erkrankungen sind an der Tagesordnung.
mehr lesen

Panikstörung durch zu viel Blei im Blut

MONTREAL - Höhere Bleiwerte im Blut - auch wenn sie noch im Normbereich liegen - begünstigen anscheinend Depressionen und Panikstörungen bei jungen Erwachsenen.
mehr lesen

Kein Alkohol in der Schwangerschaft!

Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt schwangeren und stillenden Frauen ganz auf Alkohol zu verzichten. Gesundheitsbehörden anderer Länder definieren eine vertretbare Höchstmenge. Gibt es überhaupt eine solche?

mehr lesen

Das beliebteste alkoholische Getränk in der Schweiz: Wein

Lausanne/Schweiz, 08.03.2016/APD Jugendliche in der Schweiz konsumieren mehr als die Hälfte des Alkohols in Form von Bier, vor allem am Wochenende, schreibt Sucht Schweiz in einer Medienmitteilung. Mit steigendem Alter wird der Wein wichtiger. Wein ist das am meisten konsumierte alkoholische Getränk in der Schweiz.
mehr lesen