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Knoblauch macht das Blut dünner

Knoblauch - Wissenschafter überprüfen seine Wirkung

Den heilbringenden Wirkungen des Knoblauchs sind Wissenschaftler aus Bonn aufder Spur. Die Substanzen, die dafür verantwortlich sind, werden in anderen wilden Laucharten gesucht, da der Knoblauch in seiner jetzigen Form über die Jahrhunderte erst durch menschlichen Einfluss entstand. Wie die Forscher nun berichteten, sei es jedoch nicht mehr nachvollziehbar, welche Wildart in den Knoblauch eingeflossen sei.

Die Heilkraft des Knoblauchs wird im Wesentlichen auf seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe zurückgeführt, die nun mit einem vollautomatischen Biosensor aufgespürt werden. Knoblauch, 1998 in das Europäische Arzneibuch aufgenommen, soll beispielsweise positive Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Nachweislich wird auch die Verklumpung der Blutplättchen gehemmt.

Einen ersten Erfolg konnten die Bonner schon verbuchen: Eine in Osteuropa bekannte Lauchart (Allium obliquum) weist deutlich höhere Mengen der gesuchten Stoffe auf, als sie im Knoblauch vorkommen. Die Pflanze wird in einigen Regionen Russlands volkstümlich wie Knoblauch verwendet, was westlichen Wissenschaftlern bisher entgangen war. Zurzeit prüfen die Forscher, ob sich diese Art für den Feldanbau eignet beziehungsweise wie sie dafür gezüchtet werden kann.

Nicht nur Knoblauch, sondern auch Wildarten wie Bärlauch weisen große Mengen der wertvollen Schwefelverbindungen auf und können als Gewürz sowie auch als Heilpflanze eingesetzt werden.

SN Bonn, Juni 2000

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