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«Mutmacher» braucht die Welt

Es ist erstaunlich, wie Lob unser Leben und das Leben von anderen erhellt.

Nachdem ich zwölf sehr glückliche und prägende Jahre in Spanien verbracht habe, bin ich mit 17 in die Schweiz zurückgekehrt. Ein einschneidendes Ereignis im Leben eines Jugendlichen. Nicht nur das warme Klima, 300 Tage Sonne pro Jahr und den Duft von Meer, Pinienwäldern und blühenden Orangenhainen habe ich zurückgelassen, sondern auch all meine Kollegen und Freunde, mein ganzes soziales Netz.

Eine neue Heimat

Wie gut hat es mir nach meinem Umzug von Valencia nach Basel getan, in einer christlichen Jugendgruppe mit offenen Armen und wehenden Fahnen empfangen zu werden. Ich habe damals in dieser Jugendgruppe nicht nur etliche neue Freunde gewonnen, sondern auch vieles gelernt.

Sport vereint

Während der wärmeren Jahreszeit treffen wir uns jede Woche zum gemeinsamen Sport. Unihockey steht diesmal auf dem Programm. Wir spielen auf dem Sportplatz einer Schule. Einer der Gruppenleiter, ein dynamischer Jugendlicher mit lebensfröhlicher Ausstrahlung, quittiert gute Spielzüge und Tore immer wieder mit lautstarkem Lob: «Schööön», «suuper», «weiter so», «bravoo . . .» Die gelobten Spieler gehören aber nicht nur der eigenen, sondern ebenso der gegnerischen Mannschaft an. Er freut sich einfach an dem was gelingt, ermutigt «Freund» und «Feind», versprüht Optimismus und macht gute Stimmung. Das Ergebnis? Jeder von uns ist bereit, sein Bestes zu geben. Fairness und Kollegialität stehen im Mittelpunkt. Das Endresultat ist unwichtig, die Tore zählen nicht. Grossartig, so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich bin tief beeindruckt, habe ein Vorbild gefunden. Ein wenig so sein wie er, das möchte ich auch. Ich erlebe am eigenen Leib die beflügelnde Kraft von Lob und Anerkennung.

Die Schwarzwälder Torte

  • Wann sind Sie zum letzten Mal gelobt worden?
  • Wie lange ist es her, dass Sie jemanden gelobt haben?
  • Sehnen Sie sich manchmal auch nach Lob und Anerkennung?

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Christian Frei, M.A., Seelsorger, Lebensberater, Erwachsenenbildner

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Wenn ich an einem dunklen Wintermorgen merke, dass ich Mühe habe, aus dem warmen Bett und in die «Gänge» zu kommen, hilft mir eine kurze, intensive Bewegungseinheit auf meinem Cross-Trainer. Spätestens nach der folgenden Dusche fühle ich mich völlig wach, neu belebt, leistungsfähig. Wenn ich an einem Sommerabend von einem langen Praxistag müde und erschöpft bin und trotzdem noch einen Spaziergang entlang dem nahegelegenen Fluss mache, mit meiner Frau zu einer kurzen Ausfahrt mit dem Tandem aufbreche oder im See schwimmen gehe, dann fühle ich, wie die Last des Tages schwindet; ich komme wieder zu mir selber, fühle mich neu belebt.
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