Frühaufsteher-Gen-Mutation entdeckt

02.11.2008

[zurück zur Liste aller Artikel]
 

Bild zum Artikel Nr. 6Beim Schimmelpilz, bei der Taufliege und bei der Maus hat man in den letzten Jahren verschiedene Gene gefunden, die an der Erzeugung biologischer Rhythmen beteiligt sind. Viele dieser Gene existieren zwar auch beim Menschen, doch ist bisher noch nie bewiesen worden, dass ihnen auch hier eine derartige Rolle zukommt.

Jetzt haben amerikanische Forscher in einem menschlichen Gen eine Mutation entdeckt, die eine Verschiebung des Schlaf-Wach-Zyklus bewirkt. Bei ihren Untersuchungen konzentrierten sich die Wissenschafter auf eine Familie, bei der eine ungewöhnliche Schlafstörung auftritt: Die Betroffenen schlafen abends bereits um 19 Uhr 30 ein, wachen dafür um 4 Uhr 30 schon wieder auf. DNA-Analysen ergaben, dass die Mutation ausschließlich bei den Betroffenen auftritt. Nicht unerwarteterweise befindet sich die Mutation in einem Gen, das auch bei Tieren mit dem Schlaf-Wach-Zyklus in Zusammenhang steht und bereits gut untersucht worden ist. Dementsprechend haben die Forscher schon eine Vorstellung davon, wie die Mutation auf molekularer Ebene die Schlafstörung verursachen könnte. Sie vermuten, dass es neben diesem Gen noch andere gibt, die beim Menschen den Schlafzyklus beeinflussen.

31.01.2001
Neue Zürcher Zeitung

Weitere Artikel zum Thema

05.12.2008

Die Wiederentdeckung des Mittagsschlafes

Bild zum Artikel Nr. 41Powernapping heisst das neue Schlagwort Der Mittagsschlaf, der mit zunehmender Industrialisierung aus dem Alltag verschwand, kommt zu neuen Ehren. Schlafforscher propagieren die Siesta aus gutem Grund. In den USA und in Japan wird "Powernapping" im Büro schon praktiziert und mit Ruhezonen gefördert, in Deutschland faßt die neue Siesta-Kultur nur langsam Fuß. "Der Mensch ist nun einmal keine Maschine und funktioniert gleichmäßig über Tag und Nacht", gibt der Schlafmediziner ... [weiterlesen]

29.11.2008

Alles hat seine Zeit

Bild zum Artikel Nr. 35Ob Fitness-Training, Zahnarztbesuch oder Zärtlichkeit. Viele Tätigkeiten haben ihre Zeit. Und wer Schicht arbeitet oder die Nachstunden nutzt, um einem Stau auf der Autobahn aus dem Weg zu gehen, weiß: Es ist extrem schwer, sich gegen die innere Uhr aufzulehnen. Jede Tätigkeit und jede Körperfunktion hat ihre spezielle Zeit. Wer um die Rhythmen weiß, dem fällt vieles leichter. Hier einige Beispiele: Zeit für Zärtlichkeit: Morgens zwischen sechs und acht Uhr werden besonders viele ... [weiterlesen]

01.11.2008

Biologische Uhr der Lunge

Bild zum Artikel Nr. 5 Die Lunge ist nicht immer gleich fit. Über den Tag verteilt erlebt sie Leistungshochs und -tiefs. Sie unterliegt ebenso wie andere Körperfunktionen einem 24-Stunden-Rhythmus. Am leistungsfähigsten ist sie zwischen vier und fünf Uhr nachmittags und am Mittag am schwächsten. Das haben Boris Medarov vom Long Island Jewish Medical Center in New Hyde Park und seine Kollegen herausgefunden. Ihre Ergebnisse präsentierten die Forscher auf der Tagung des Amerikanischen Kollegs für Pulmologen in Seattle. Die ... [weiterlesen]

18.12.2011

Wenn Lichtmangel krank macht

Bild zum Artikel Nr. 134 Licht hilft bei depressiven Erkrankungen früher als eine Therapie mit antidepressiv wirksamen Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI). Nachweis von saisonalen Veränderungen am postsynaptischen Neuron gelungen. Ein Forscherteam der MedUni Wien konnte nun einen weiteren biologischen Faktor für die sogenannte Winterdepression ausfindig machen. Demnach funktioniert der Serotonin 1A-Rezeptor bei reduziertem Sonnenlicht ähnlich wie bei Depressionen oder Angststörungen wesentlich schlechter. Die Forscher stellen ihre ... [weiterlesen]

04.11.2008

Risiko Schichtarbeit

Bild zum Artikel Nr. 8 Der zunehmende Bedarf nach Angestellten, die außerhalb der normalen Dienstzeiten tätig sind, könnte die Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung beeinträchtigen. Darauf weisen Wissenschaftler vom Zentrum für Chronobiologie an der Universität Surrey in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ hin. In Städten arbeiten rund 20 Prozent aller Angestellten zu ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten. Und die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft wird dieses Phänomen noch ... [weiterlesen]

© 2013 Liga Leben und Gesundheit - Verein zur Förderung einer naturgemäßen Lebensweise | made by arako®