Frühaufsteher-Gen-Mutation entdeckt
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Beim Schimmelpilz, bei der Taufliege und bei der Maus hat man in den letzten Jahren verschiedene Gene gefunden, die an der Erzeugung biologischer Rhythmen beteiligt sind. Viele dieser Gene existieren zwar auch beim Menschen, doch ist bisher noch nie bewiesen worden, dass ihnen auch hier eine derartige Rolle zukommt.
Jetzt haben amerikanische Forscher in einem menschlichen Gen eine Mutation entdeckt, die eine Verschiebung des Schlaf-Wach-Zyklus bewirkt. Bei ihren Untersuchungen konzentrierten sich die Wissenschafter auf eine Familie, bei der eine ungewöhnliche Schlafstörung auftritt: Die Betroffenen schlafen abends bereits um 19 Uhr 30 ein, wachen dafür um 4 Uhr 30 schon wieder auf. DNA-Analysen ergaben, dass die Mutation ausschließlich bei den Betroffenen auftritt. Nicht unerwarteterweise befindet sich die Mutation in einem Gen, das auch bei Tieren mit dem Schlaf-Wach-Zyklus in Zusammenhang steht und bereits gut untersucht worden ist. Dementsprechend haben die Forscher schon eine Vorstellung davon, wie die Mutation auf molekularer Ebene die Schlafstörung verursachen könnte. Sie vermuten, dass es neben diesem Gen noch andere gibt, die beim Menschen den Schlafzyklus beeinflussen.
31.01.2001
Neue Zürcher Zeitung
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