Zum Hauptmenü springen

Ungesunde Ernährung und psychische Erkrankungen

Loma Linda, Kalifornien/USA │ APD │ Gemäss einer kürzlich publizierten Studie beeinträchtigt eine schlechte Ernährungsqualität die Psychische Gesundheit unabhängig von Merkmalen wie Geschlecht, Bildung, Alter, Familienstand oder Einkommen.

Die Studie wurde am 16. Februar im International Journal of Food Sciences and Nutrition veröffentlicht. Hauptautor ist Dr. Jim E. Banta, Assistenzprofessor an der Fakultät für Gesundheitswesen der adventistischen Loma Linda Universität. Banta und sein Team haben Daten von mehr als 240.000 Telefonumfragen ausgewertet, die zwischen 2005 und 2015 im Rahmen der mehrjährigen California Health Interview Survey (CHIS) durchgeführt wurden. Der CHIS-Datensatz enthalte umfangreiche Informationen über Soziodemographie, Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten, so LLUHN.

Psychische Belastung bei fast 17 Prozent

Die Studie ergab, dass 13,2 Prozent der kalifornischen Erwachsenen voraussichtlich an mässiger psychischer Belastung und 3,7 Prozent an schwerer psychischer Belastung leiden werden. Diejenigen, die ungesündere Lebensmittel konsumierten, berichteten auch häufiger über Symptome einer mittelschweren oder schweren psychischen Belastung als ihre Altersgenossen mit gesünderer Ernährung.

Ansätze für verhaltensmedizinische Behandlung

Die Ergebnisse der Studie aus Kalifornien ähneln denen, die in anderen Ländern durchgeführt wurden und ebenfalls einen Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und ungesunder Ernährung gefunden haben. Die Studie nennt als mögliche Ansätze, dass öffentliche Ordnung und klinische Praxis die Ernährungsqualität bei Menschen mit psychischen Belastungen zu verbessern suchen sollten. Ernährungsmassnahmen für Betroffene sollten vor allem auf junge Erwachsene, Menschen mit einer Ausbildung von weniger als 12 Jahren und fettleibige Personen abzielen.

© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland)

APD, Pressedienst

Folgende Artikel finden Sie in dieser Rubrik auch noch:

Glückliche Paarbeziehungen

Friederike und Martin sind seit sieben Jahren verheiratet, haben zwei gesunde Kinder und leben im Herzen der schönen Schweiz. Sie sind glücklich.

Darf das denn überhaupt sein – im «verflixten siebten Ehejahr»? Lesen wir nicht ständig vom Scheitern von Partnerschaften?
mehr lesen

Macht «Glauben» gesund? Eine Standortbestimmung

Im Sprechzimmer …Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Arzt – vielleicht bei einer Vorsorgeuntersuchung, vielleicht auch im Krankheitsfall – Sie unvermittelt fragen würde, wo Sie Hoffnung schöpfen, Kraft, Trost und inneren Frieden finden können?

mehr lesen

Vertrauen – in die Wiege gelegt?

Wir vertrauen jeden Tag, ohne darüber nachzudenken. Wir vertrauen darauf, dass die Brücke, über die wir fahren, hält und dass der Bäcker frische Semmeln gebacken hat. Trotzdem ist das nicht so einfach.

mehr lesen

Gute Taten verlängern das Leben

Gutes Tun zahlt sich aus, offenbar sogar in Lebensjahren. US-Forscher belegen: Wer im Alter ehrenamtlich aktiv ist, hat gute Chancen bis zu sechs Jahre länger zu leben als Gleichaltrige ohne soziales Engagement.
mehr lesen

Das Tabakproduktegesetz muss überarbeitet werden

Der Vorentwurf zum neuen Tabakproduktegesetz enthält keine wirksamen Massnahmen zum Schutz vor Tabakkonsum. Deshalb fordert die Allianz für ein starkes Tabakproduktegesetz Bundesrat auf, die Vorlage umfassend zu überarbeiten.

mehr lesen