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Gewinnen oder verlieren?

Lernen Sie den richtigen Umgang mit Ihrer Zeit

In einer Zeit, in der die Medien immer öfter über Burnout von Mitarbeitern berichten, in einer Zeit, in der aufgrund mangelnder Zeit für Kommunikation Familien auseinanderbrechen, wird die Frage immer lauter: Wie kann ich dem allgegenwärtigen Stress entfliehen und Zeit gewinnen?

Gestiegene Ansprüche haben ihren Preis

Zeit kann man nicht sparen, auch nicht gewinnen und erst recht nicht verlieren. Die Zeit bleibt immer gleich. Es ist die Art, wie wir Menschen mit der Zeit umgehen, wie wir sie nutzen bzw. zielgerichtet gestalten.  Früher konnte jede Familie noch mit einem Verdienst leben. Heute sind die Kosten stark angestiegen und die Ansprüche so gewachsen, dass praktisch jeder einen finanziellen Beitrag leisten muss. Noch vor 20 Jahren reichte ein Auto für eine vierköpfige Familie. Heute hat fast jedes Familienmitglied ab 18 Jahren einen Wagen. Jeder will einen Computer haben, jeder ein Handy. So werden wir verschlissen in Ansprüchen und Notwendigkeiten, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar waren, jetzt aber jeden fordern und in die Zeitfressermaschine zwingen. Wie können wir dem entfliehen? Wie können wir wieder das Leben ohne Druck geniessen?

Gewohnheiten ändern?

Ich weiss, dass es nicht immer einfach ist, Gewohnheiten zu ändern, und doch ist es möglich. Studien über das Gehirn zeigen, dass innerhalb von sechs bis zwölf Wochen neue Netz­werke im Gehirn gebildet werden können, wenn wir uns jeden Tag wenigstens 10 Minuten lang eine neue Gewohnheit bildlich vorstellen. Das Gehirn braucht also Zeit, um neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen aufzubauen. Um das zu schaffen, können uns einige natürliche Grundprinzipien helfen, das Leben wieder zeit- und lebensgerecht zu gestalten.

Knecht oder Herr sein

Ein Geschichte von Tolstoi, von mir für unser Thema neu formuliert, zeigt uns eindrücklich das Problem vieler Menschen. Ein Knecht namens Paholk arbeitete ein Leben lang in den Diensten seines Herrn. Eines Tages sagt sein Herr zu ihm:

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Bernd Bangert, Managementtrainer, Theologe

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Riskante Entscheidungen – entscheidende Risiken

Niemand betrachtet Speiseeis als ein grosses Risiko für Kinder, aber der Eiswagen, der die vierjährige Bo-Bo Valentine überfuhr, als sie auf die Strasse rannte, hätte beinahe ihr junges Leben ausgelöscht.

 Als ich sie an einem Montag­­morgen zum ersten Mal sah, lag sie im Koma auf der Intensiv­station – angeschlossen an ein Messgerät für den Schädelinnen­druck. Einer der Assistenzärzte fasste ihren Fall so zusammen: «Ist es nicht an der Zeit, das kleine Mädchen aufzugeben? Ungefähr das Einzige, was sie noch zeigt, ist eine Pupillenreaktion», was bedeutete, dass ihre Pupillen noch auf Licht reagierten. Ansonsten hatte sie jede Reaktionsfähigkeit verloren.

Bevor ich ihm antwortete, beugte ich mich über Bo-Bo und hob sanft ihr Augenlid an. Ihre Pupillen waren starr und geweitet. «Haben Sie nicht gesagt, dass ihre Pupillen noch ­reagieren?» – «Vor einer Minute taten sie es noch», beharrte er. «Dann meinen Sie, dass ihre Pupillen sich in diesem Augenblick geweitet hatten?» – «Das müssen sie wohl!»

Sofort etwas tun?

Wenn das der Fall war, dann bedeutete es, dass in diesem Moment etwas Ernsthaftes geschah, und wir mussten sofort etwas unternehmen, wenn wir hofften, weiteren Schaden abzuwenden.
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